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Altersvorsorge: Finanzkompetenz Jugendlicher sinkt

Jugendliche schätzen ihre eigene Finanzkompetenz geringer ein als in den vergangenen Jahren. Dabei ist das Interesse an Vermittlung von Finanzwissen groß: Rund neun von zehn Jugendlichen wünschen sich, dass die Themen Geld und Finanzen bereits in der Schule ausführlich vermittelt werden. Das Attribut ‚finanzkompetent‘ würden sich die meisten Jugendlichen nicht zuschreiben. Sie geben sich selbst die Schulnote 3,3 was ihr Finanzwissen betrifft.
Das geht aus dem vierten „Jugend-Finanzmonitor der WirtschaftsWerkstatt“ hervor. In den Vorjahren gaben sich die Befragten bessere Noten: 3,1 lautete der Durchschnittswert.
Den Ergebnissen des „Finanzmonitor“ zufolge, verfügten nur sieben Prozent der Jugendlichen über gute bis sehr gute Kenntnisse in den Bereichen Finanzwissen, -kompetenz sowie ihrem persönlichen Finanzverhalten. Bei der Elterngeneration sind dies 14 Prozent. Sechs von zehn der Befragten zwischen 16 und 25 (61 Prozent) gaben an, lediglich über ein befriedigendes bis ausreichendes Finanzwissen zu verfügen. Bei den 40- bis 55-Jährigen seien es 74 Prozent. Jeder dritte Jugendliche (32 Prozent) sagte, dass er große Defizite beim Thema Geld und Finanzen habe.
Während 56 Prozent der Jugendlichen ihr Wissen und ihre Fähigkeiten bei der Eröffnung eines Girokontos als gut oder sehr gut einschätzten, sind es beim Abschluss eines Vertrags zur Altersvorsorge lediglich 13 Prozent. Ein Grund für das mangelhafte Wissen sehen die Jugendlichen in den mangelnden alltagsnahen Informationen über Finanzthemen. Bei Fragen zu Finanzen wenden sich junge Leute in erster Linie an ihre Eltern. Vier von fünf Jugendlichen (83 Prozent) suchen hier Rat.
22 Prozent der befragten Jugendlichen geben an, dass sie ihr Wissen in der Schule oder im Unterricht erhielten. Bei 41 Prozent seien die Inhalte durch die Ausbildung oder die Berufsschule vermittelt worden. Bei den Studenten erhielten 22 Prozent die Informationen von den Universitäten oder Professoren. Weil sich viele junge Leute beim Thema Finanzen nicht so sattelfest fühlen, können sie sich durchaus ein eigenes Schulfach vorstellen. So würden sich 92 Prozent der Jugendlichen wünschen, dass Geld- und Finanzthemen stärker in der Schule vermittelt werden.
Der „W2 Jugend-Finanzmonitor der WirtschaftsWerkstatt“ erschien im Juni 2021. Dafür befragte das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag der SCHUFA in einer repräsentativen Stichprobe mehr als 1.000 Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 16 und 25 Jahren zu ihrem persönlichen Finanz- und Konsumverhalten. Ergänzt wurde das Panel der Studie um 500 Erwachsene zwischen 40 und 55 Jahren – damit ermöglicht der Jugend-Finanzmonitor den Vergleich mit der Elterngeneration.

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