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Gute Nachrichten haben zurzeit Seltenheitswert. Der Wegfall des Solidaritätszuschlags hat zumindest Potenzial dafür. Nur: Wie hoch fällt die Ersparnis überhaupt aus?

Wenn zu Anfang des kommenden Jahres der zur Wiedervereinigung eingeführte Solidaritätszuschlag wegfällt, würden 90 Prozent der Steuerzahler eine steuerliche Entlastung erfahren. Davon geht jedenfalls das Bundesfinanzministerium aus.

Entlastung?

Das klingt doch gut und ist sicher so willkommen wie nötig. Allein es fehlt der Glaube –doch so richtig scheinen die Deutschen der Sache nicht zu trauen. Denn eine repräsentative Befragung zeigt, dass nur 28 Prozent der Befragten davon ausgehen, vom Wegfall zu profitieren. 38 Prozent hingegen nehmen das nicht an und 30 Prozent wissen es schlicht nicht.

Gefragt nach der Höhe der Ersparnis zeigte sich ebenfalls große Unsicherheit. Von jenen Befragten, die eine Entlastung erwarten, gaben lediglich 38 Prozent an, dass sie eine ungefähre Vorstellung haben, um wie viel sich ihr Nettoeinkommen erhöhen wird. Unter den Männern ist der Anteil mit 46 Prozent deutlich höher als bei den Frauen. Von den weiblichen Befragten sagten lediglich 27 Prozent, dass sie ungefähr die Höhe der Soli-Ersparnis beziffern können.

Wer mit Entlastung rechnet, will sparen

Die Mehrheit der Befragten, die 2021 mit einer Entlastung durch den Wegfall des Solis rechnen, will einen bestehenden Sparvertrag aufstocken (34 Prozent) oder die Gelegenheit nutzen, um mit dem Sparen anzufangen (24 Prozent). 42 Prozent hingegen werden eine Einkommenssteigerung nicht zum Sparen verwenden. Bei ihnen fließt das zusätzliche Einkommen in den Konsum.
Zur Studie: Die repräsentative Befragung fand vom 16. bis zum 19. Oktober 2020 statt. Daran nahmen 2.074 Personen aus ganz Deutschland ab 18 Jahren teil. Durchgeführt wurde sie von INSA Consulere im Auftrag des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA).

Wer die Ersparnis für die Zukunft anlegen möchte, lässt sich am besten professionell beraten.

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